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Rückblick: Das selbstfahrende Auto: Chancen und Risiken für die Stadtgesellschaft und den ÖPNV

Die Referenten bei der abschließenden Podiumsdiskussion
Vortrag Herr Volker Bilgram von HYVE AG München, über die Verbreitung des Themas "autonomes Fahren" im Internet und sozialen Medien
Vortrag Frau Katharina Brecht, Hansestadt Bremen, über angedachte Maßnahmen der Stadt zur Regulierung autonomer Angebote
Vortrag Herr Professor Heiner Monheim, Raumkom Institut, über die Verkehrssteuerung mit intelligenten Straßen und innovativen Preissystemen
Vortrag Herr Professor Dr. Stephan Rolfes, Stadtwerke Osnabrück, über die zwingend nötige Flexibilität des ÖPNV die Entwicklung "autonmes Fahren" mitzugestalten
Vortrag Herr Michael Schramek, NiMo e.V., über die Entwicklung und möglichen Auswirkungen von selbstfahrenden Angeboten
Eine Umfrage der Beratungsunternehmen mobilité und EcoLibro
Umfrageergebnis 1
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Am 28. Januar 2015 lud das Netzwerk intelligente Mobilität e.V. (NiMo) dazu ein, die Herausforderung "selbstfahrendes Auto" gemeinsam in Angriff zu nehmen. Die verschiedenen Fachbeiträge aus Praxis, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung haben Möglichkeiten und Lösungsansätze aufgezeigt, wie alternative Mobilitätsformen schon heute in den ÖPNV integriert werden können.

Den Teilnehmern wurde spätestens im Laufe der Veranstaltung bewusst, wie hoch die Relevanz dieses in der breiten Masse noch gar nicht angekommenen Themas ist. Herr Dr. Till Ackermann vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV): „Es gilt der Politik auf allen Ebenen zu vermitteln, dass das autonome Fahren ein strategisch wichtiges Thema für den öffentlichen Verkehr ist – der NIMO-Veranstaltung gebührt die Ehre, diese Zukunftsfrage als erste im Titel aufgeworfen zu haben.“ Das selbstfahrende Auto stellt das Gefüge der verschiedenen Verkehrsträger in Frage. Herr Prof. Rolfes, Vorstand der Stadtwerke Osnabrück, die sich bereits stark vom Verkehrs- zum Mobilitätsanbieter wandeln, sagt: "Die NiMo-Veranstaltung warf die mittlerweile drängende Frage auf: "Ist das selbstfahrende Auto das Ende des ÖPNV in Stadt und Land?" Meine Anwort darauf lautet: "Nur wenn der ÖPNV sich verändert und die neuen technischen Möglichkeiten nutzt, wird er weiterhin eine Rolle spielen. Verändert er sich nicht, wird die schnelle und dynamische Entwicklung des autonomen Fahrens den ÖPNV abhängen."

 

Herr Volkhard Malik, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar argumentiert ganz ähnlich: "Das selbstfahrende Auto wird kommen, der ÖPNV insbesondere im ländlichen Raum muss darauf vorbereitet sein und die Chance, die in dieser Technik liegen, nutzen. Die Tagung lieferte dazu wertvolle Hinweise und brachte gute Erkenntnisse."

Herr Hagenkötter, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) stellt die Bedeutung eines zeitnahen Handels für die Entwicklung des zukünftigen Verkehrs heraus: „Spätestens nach dieser Veranstaltung sollte allen Verkehrsexperten und Planern klar sein, dass jetzt die Weichen gestellt werden müssen, ob die selbstfahrenden Fahrzeuge (es werden ja nicht nur Autos im derzeitigen Sinne sein) als Individualverkehrsmittel sein werden oder Teil des ÖPNV oder von Mobilitätsketten großer Anbieter. Im ersten Fall wird es mehr Fahrzeuge geben. Im anderen Fall besteht die Chance, die Anzahl der Autos mindestens zu halbieren und den öffentlichen Raum wieder mehr den Fußgängern und Radfahrern zu widmen und die Lebensqualität der Städte zu steigern“.

Diese NiMo-Veranstaltung stellt den Auftakt für eine Veranstaltungsreihe dar, in der nicht die technischen und juristischen Aspekte im Vordergrund stehen, sondern als gegeben vorausgesetzt werden. Auch zukünftig wird es um die Veränderungen für Gesellschaft und Mobilität gehen, die durch das neue  Verkehrsmittel entstehen, um die Chancen zu nutzen und die Risiken zu vermeiden.

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmer weitestgehend einig, dass die Veränderungen durchgreifend und rasch kommen. Die beiden Mobilitätsberatungsunternehmen EcoLibro und Mobilité führten eine Befragung der Teilnehmer durch. 79% der Befragten erwarten das vollautonome Fahrzeug zwischen 2020 und 2025, sogar 88% gehen davon aus, dass es dann auf eine hohe oder sehr hohe Akzeptanz stoßen wird. Dreiviertel der Befragten erwarten, dass die selbstfahrenden Fahrzeuge insbesondere als öffentliche, flexible Leihangebote nachgefragt werden.